Nachbarschaft und Verein

Im Zusammenhang mit der in der zweiten Hälfte der 80er Jahre spürbaren Verknappung von Wohnraum wurde ein im Nordosten von Zehlendorf gelegenes Baumschulengelände vom Land Berlin zur Errichtung von Wohnungen erworben. Das Neubaugebiet wurde mit den zentralen Anforderungen des sozialen und ökologischen Wohnens geplant, eine Kindertagesstätte und ein Gemeinschaftshaus wurden errichtet.

Im Mai 1994 wurde das Gemeinschaftshaus fertiggestellt. Schon Monate davor gründete sich der Verein Nachbarschaftshaus Wannseebahn, um die Nutzung des Gemeinschaftshauses zu strukturieren und sozial-kulturelle Angebote zu fördern. Das Neubauprojekt sorgte neben anderen Veränderungen im Stadtgebiet für eine Verdichtung der Wohnbevölkerung. Um das Neubaugebiet herum befinden sich einerseits sozialer Wohnungsbau und andererseits Eigentumswohnungen. Innerhalb der 180 Wohnungen des Neubauprojektes sind vorwiegend Familien mit Kindern eingezogen. Mehrere Wohnungen sind behindertengerecht ausgestattet, auch das Gemeinschaftshaus.

Miteinander die Gemeinschaft in der Ökosiedlung gestalten und das Nachbarschaftshaus mit Leben füllen. Das war der Auslöser für Gründung des Vereins und ist der Kern der Nachbarschaftsarbeit bis heute. „Das Haus" und die gesamte Siedlung bieten den Raum für regelmäßige Angebote und einmalige Veranstaltungen. Freitagnachmittags auf der Terrasse des Nachbarschaftshauses Wannseebahn e.V. bei Sonnenschein mit einem selbstgebackenen Kuchen am Teich sitzen und Kontakte mit Nachbarinnen und Nachbarn knüpfen. Beim Wandelkonzert von Balkon zu Balkon wandern und sich von dort Wohnenden ein Ständchen musizieren lassen. Bei der langen Siedlungstafel am Bachlauf den Sommer in der Stadtnatur genießen. Für die Kinder kommen der Nikolaus und manchmal auch der Osterhase vorbei, Halloween geistern die Kleinen durch die Siedlung und die Großen feiern in den Mai. Spielenachmittage für Jugendliche und Erwachsene, Kunstangebote, Tauschbörsen, Anti-Gewalt-Trainings und Infoveranstaltungen der Polizei, Sommerfeste und vieles mehr; die Liste der Angebote und Initiativen aus der Nachbarschaft ist lang und vielfältig und immer neue Ideen können eingebracht und umgesetzt werden.

Auf Humboldts Spuren

Spannend war’s!

Seit mehr als 30 Jahren arbeitet unser Nachbar José Giribás als Berufsfotograf, bereist die Welt, begleitet hochrangige Politiker und Politikerinnen auf diplomatischen Reisen und im politischen Alltag. Bei vielen historischen Moment war er dabei und hat diese für Presseagenturen, Zeitungen und Dokumente festgehalten. Eigentlich war für den 3. Mai ein Vortrag im Nachbarschaftshaus über seine letzte Reise mit Bundespräsident Steinmeier im Februar 2019 in die Republik Ecuador geplant: Anlass des Besuchs war der 250. Geburtstag von Alexander von Humboldt und die Schirmherrschaft des Bundespräsidenten über die "Humboldt Saison". Die Reise führte die Delegation u.a. an Humboldts frühere Wirkungsstätten ins Umland von Quito, an den Vulkan Antisana, zu einem Treffen von Vertreterinnen und Vertretern indigener Gruppen, aber auch auf die Galapagosinseln.

Doch die Fotos über diese Reisen waren nur ein kleiner Teil des Vortrages, weil José, geboren in Chile, mit einigen Fotos u.a. über die Junta in Chile, den Mauerfall, die Gewalt in Ruanda begann. Geschehnisse, die ihn bis heute nicht loslassen. Wir sahen Fotos von einigen Menschen, die wir sonst nur aus dem Fernsehen und der Weltpresse kennen. Und zwischendurch erzählte José immer wieder kleine Anekdoten, Begebenheiten und wie man als Fotograf offizielle Termine nutzt, um die Fotos zu machen, die einen eigentlich interessieren: Menschen und ihr Leben.

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Am Ende sind wir fototechnisch dann auch auf den Spuren von Frank-Walter Steinmeier, Alexander von Humboldt und José Giribás gewandelt.

Weitere Fotografien von José Giribás könnt Ihr euch hier ansehen.

Faszination Unter-Wasser-Welt

Seltsame Wesen bevölkern die Meere und Seen dieser Welt. Am 5. April nahm uns der Taucher und Fotograf Detlev Loll mit in die Unterwasserwelt um Teneriffa und ließ uns einen Blick auf allerhand buntes Leben in bis zu 40 m Tiefe werfen.

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Noch bis zum 24. Mai findet in den Vereinsräumen Berliner Str. 82 die Ausstellung „See & Mee(h)r“ mit Fotos von Detlev Loll statt. Hier lernen Sie u.a. einen Youtube-Star kennen, einen Hecht aus dem Glienicker See, der aktuell 430.000-mal angesehen wurde. Seltsame Welten… Weitere Fotos gibt es unter Fotos von Detlev Loll und unter Dettis Unterwasserfotos.

Geburtstags-Überraschung von den Pätsch-Wörkerinnen

Die generationsübergreifende Gruppe der Näh-Begeisterten steht kurz vor der Vollendung ihres 1.Gemeinschaftswerkes!

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Am 8. Mai finden die letzten „Sticheleien“ statt – Interessierte sind herzlich eingeladen mitzumachen – und am 24. Mai anlässlich des berlinweiten FEST DER NACHBARN wird das Geschenk dem Verein überreicht. Auch hierzu sind selbstverständlich alle Nachbarn und Nachbarinnen aus Nah & Fern eingeladen.

Im Juni und Juli wird das Nachbarschaftshaus saniert und umgebaut, aber ab Herbst startet vielleicht ein regelmäßiger Nähtreff! Wer daran Interesse hat, meldet sich bitte unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Der traditionelle Neujahrsempfang

...der Wannseebahner*innen fand in diesem Jahr am 11. Januar wieder einmal in der Domäne Dahlem statt. Mit diesem Gemeinsam-Arbeiten & Gemeinsam-Feiern starteten die Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen in das Geburtstagsjahr des Vereins: 2019 25 Jahre Nachbarschaftshaus Wannseebahn e.V.!

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Damit im Jubiläumsjahr mit besonders vielen Veranstaltungen und dem Umbau des Gemeinschaftshauses im Juni und Juli niemand unter Dauerdampf steht und an manchen Stellen die Räder heiß laufen, war das Fest nicht nur ein Dankeschön für die tolle Arbeit und Unterstützung im letzten Jahr, sondern auch ein Energieschub für den Teamgeist aller Wannseebahner*innen in 2019.

Wir freuen uns auf mindestens weitere 25 nachbarschaftliche Jahre mit allen Aktiven!
Marion Collavino-Loll, Vorstand Nachbarschaftshaus Wannseebahn e.V.

 Derk Ehlert

 

Vielen kennen ihn aus dem Fernsehen oder der Zeitung und manche von unseren alljährlichen „Vogelwanderungen in der Siedlung“: Der Berliner Naturschützer Derk Ehlert hat am 7. September für sein Engagement das Bundesverdienstkreuz erhalten. Wir gratulieren herzlich!

Bürgermeister Müller übergab die Auszeichnung und erklärte, dass Derk Ehlert zu einer Instanz in Sachen Umwelt, Natur und Wildtiere geworden sei und er sich „für seine Sache mit Besonnenheit und seiner sympathisch zugewandten Weise“ einsetze. Wer je bei einer Vogelwanderung dabei gewesen ist, weiß, was Michael Müller damit meint: Selten hat man auf so lockere, unterhaltsame Weise Neues über Vögel, Füchse und Co und deren berlinerisches Verhalten erfahren.

 

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